„2009 ist noch zu früh, aber für 2010 können Sie wieder planen.“

Dies sagte eine Ärztin in der Uniklinik Mainz zu mir, als ich mir gerade im Fernsehen den 27. Frankfurt-Marathon ansah, bei dem ich eigentlich selber starten wollte. Meine Gesundheit hat diesen Plan vereitelt, als mir im September 2008 die Diagnose "Akute Myeloische Leukämie" gestellt wurde. Laut Aussage der behandelnden Ärzte hätte ich ohne Chemotherapie nur noch vier bis sechs Wochen zu leben.

Vom September 2008 an verbrachte ich fünf Monate in der Uniklinik Mainz, in der ich stationär behandelt wurde. Am Leben "draußen" nahm ich durch Familie und Freunde und natürlich auch durch das Fernsehen teil. So auch als meine behandelnde Ärztin Frau Dr. Klaas mit den nächsten zwei Blutkonserven hereinkam, als ich gerade den Marathonlauf in Frankfurt im Fernsehen sah. Dem aufmerksamen Blick meiner Ärztin entging meine emotionale Verfassung nicht. So eröffnete Sie mir die Perspektive im Jahr 2010 wieder einen Marathonlauf zu planen. Für jemanden, der die zwei Meter bis zur Toilette kaum schafft, war das unvorstellbar!

Trotzdem war mit dieser Aussage das Samenkorn gelegt, der mich motivierte, einen Marathon nach dem langen Lauf durch die Therapien ins Auge zu fassen. Schon im letzten Chemozyklus im Februar 2009 begann ich mit den ersten Trainingseinheiten auf dem Ergometer und im Treppenhaus der Klinik – Stockwerk für Stockwerk.

Mit der ersten „richtigen“ Laufeinheit von 7 Kilometern startete ich im Mai 2009 – allerdings war ich mit einer Zeit von 13 Minuten pro Kilometer absolut nicht zufrieden. Erst der Hinweis „andere an Deiner Stelle sind froh, wenn sie bis zum Auto kommen“ zeigte mir die neuen Verhältnisse auf.

Mittlerweile trainiere ich nach einer Leistungsdiagnostik von Dr. Föhrenbach (Offenbach) mit einem auf meine Leistungsfähigkeit abgestimmten Trainingsplan. So rückt der 29. Frankfurt-Marathon, bei dem ich wieder für die Biorunner Rhein-Main starten werde, in greifbare Nähe – ich schaffe das!

Heute kann ich sagen, dass ich die Leukämie mit Hilfe der kompetenten Ärzte des Uniklinikums Mainz überlebt habe. Mit Hilfe der Naturheilkunde (Vitalstoffpräparat LaVita, Heilpilze) habe ich meine Leistungsfähigkeit wieder erlangt. An dieser Stelle möchte ich meinen herzlichen Dank an alle beteiligten TherapeutInnen aussprechen.

Mit meiner Geschichte möchte ich allen Betroffenen Mut machen, niemals aufzugeben – egal wie schwer es erscheinen mag. Auch deshalb laufe ich wieder und mit diesen Läufen sammle ich Spenden, die anderen Betroffenen helfen, wieder gesund zu werden. Vielen Dank für die großartige Unterstützung meines Projektes auf www.betterplace.org, das inzwischen abgeschlossen ist und einschließlich einer großen Extraspende über 1.500 € für Strahlemaennchen.de erbracht hat - VIELEN DANK auch im Namen der Kinder, denen das Geld geholfen hat.

Es gibt immer einen Weg!
Andreas Kunz